Gut gemeint = gut gemacht?
stattdessen ein teambasierter Ego-Shooter, der viel Wert auf Action und Zusammenarbeit legt.
Angepriesen mit einem revolutionären Online-Modus, dem innovativen S.M.A.R.T.-System und mit einem komplett neuen Spielgefühl. Aber ob das Spiel auch hält, was es verspricht?
Auf die Plätze, fertig, los...
Brink spielt in einer utopischen Zukunft. Menschen leben gemeinsam auf der so genannten Arche, einer Stadt im Meer.
Eigentlich könnte alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, wäre da nicht der schnell ansteigende Meeresspiegel. Tausende Flüchtlinge suchen deswegen Schutz in der schwimmenden Stadt.
Das gefällt den Einwohnern natürlich gar nicht. Und prompt findet sich jeder im Kampf ums Überleben wieder. Der Widerstand gegen die Sicherheit.
Man kann sich für eine der Seiten entscheiden: Beschützt man als Mitglied der Sicherheit die Arche oder versucht man, ohne Rücksicht auf Verluste, von ihr zu fliehen?
Die Wahl hat keinerlei Einfluss auf das Spiel oder den Spielverlauf. Beide Seiten haben die gleichen Charakterklassen und die gleichen Waffen. Unterschiede zwischen den Parteien sucht man leider vergebens.
Darüber hinaus gibt drei verschiedene Spielmodi, die aber am Schluss nur darin variieren, ob man alleine oder online spielt.
Es gibt insgesamt acht Karten mit verschiedenen Missionszielen. Während das eine Team beispielsweise einen Kran erobern/halten muss, hat das andere Team die Aufgabe selbigen zu zerstören.
Oder eben Personen beschützen beziehungsweise töten. Eine Tür bewachen oder eben aufbrechen. Das Muster geht unerbittert weiter, wirkliche Abwechslung ist somit nicht gegeben.
Das Spiel selber läuft immer nach dem selben Muster ab: Zu Anfang einer Runde kann man am Kommandoposten auswählen, welche Klasse man spielen und welche Waffe man haben will.
Entscheiden kann man sich zwischen den Klassen Soldat, Mechaniker, Medic und Agent. Wer das System schon aus Team Fortress 2 kennt, weiß wie das Ganze abläuft.
Der Soldat füllt Munition auf, der Mechaniker kann Bomben entschärfen, der Medic heilt seine Kameraden und der Agent kann sich tarnen und unter die Feinde mischen.
Die Waffen entstammen einem Einheitsbrei und bieten bis auf kleinere Unterschiede untereinander nichts Neues.
Nachdem man sich also entschieden hat, gilt es das Ziel zu erfüllen und einen Sieg für sein Team einzufahren.
Dabei ist es wichtig neben der Hauptmission weitere Kommandoposten einzunehmen, damit man stehts On-The-Fly wechseln kann.
Wenn man die Kampagne offline spielt, werden die nicht vorhandenen Mitspieler durch Bots ersetzt.
Hier scheinen die Entwickler aber ein wenig die künstliche Intelligenz fehlprogrammiert zu haben. Denn während die gegnerischen Bots anscheinend Olympia-Sieger im Zielschießen sind, können die eigenen
computergesteuerten Kameraden gerade mal bis Kartoffel zählen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, rennen die eigenen Kameraden verstreut umher, auf der Suche nach einem Kommandoposten.
Das wäre gar nicht so schlimm, wenn das Spiel nicht auf Massenkonfrontationen und Zielerfüllung ausgelegt ist. Blöderweise schaffen das die gegnerischen Bots um einiges Besser.
Das angepriesene "S.M.A.R.T."-Sytem weiß ebenfalls nicht zu überzeugen. Die Steuerung ist halbherzig von Mirrors Edge übernommen wurden. Kurzes Antippen der "Rennen"-Taste und der
Charakter läuft für eine kurze Weile. Währendessen kann man beispielsweise auf Springen oder Rutschen drücken, damit ein Hindernis überwunden wird. Bis auf eine kleine Animation
merkt man hier keinerlei Unterschied zu anderen Ego-Shootern.
Und was definitiv am Meisten ärgert sind die ständigen Abstürze. Länger als zwei bis drei Runden kann man nicht am Stück spielen, da das Spiel einfach einfriert.
Was eigentlich ein innovativer, revolutionärer Multiplayer-Shooter werden sollte, entpuppt sich leider als missglückte Fusion zwischen Team Fortress 2 und Mirrors Edge.
Dem geneigten Spieler bleibt somit ein unfertiges Produkt, dass mit Abstürzen, KI-Fehlern und einer ungenauen Steuerung zu kämpfen hat.
Das weiß wohl auch der Publisher da das Spiel stellenweise schon für unter 30€ zu haben ist.
Bewertung:
Weiterführende Links:
Herausgeber: http://www.bethsoft.com
Entwickler: http://www.splashdamage.com
Tags: Brink, Parcours, Ego-Shooter, Teamspiel, Dystopia, lange Gesichter, Online-Modus, Coop, First-Person-Shooter


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